Die Würfel sind gefallen

Mit recht überzeugendem Abstand haben die Brasilianer gestern Jair Bolsonaro zu ihrem Präsidenten gewählt.

Was darf man erwarten? Realistisch betrachtet nicht viel. Die Staatskassen sind gähnend leer, nachweislich geplündert von der Vorgängerpartei PT, in breiter Komplizenschaft mit so gut wie allen anderen Parteien. Mit unzähligen Milliarden Dollar war schließlich nur das unglaubliche Ausmaß des Raubzugs der PT neu, ansonsten stand deren unsoziales Verhalten aber nicht nur in der politischen Tradition Brasiliens, sondern ganz Lateinamerikas.

Die einzige Option die bleibt, ist sparen, sparen, sparen, und zwar beim viel zu großen Staatsapparat. Das ist grundsätzlich gut, denn der überbordende Staat lähmt die wirtschaftlich wichtige Privatinitiative. Die brasilianischen Staatsbediensteten werden sich den längst notwendigen Kostensenkungen bei ihren viel zu üppigen Bezügen und Pensionen  aber ebenso verweigern, wie dies auch die entsprechenden Amtsinhaber aus dem Ausland tun. In der EU zum Beispiel haben wir in den letzten Jahrzehnten auf allen Ebenen eine signifikante Ausweitung des Staates erlebt, obwohl die einzelnen Länder durch immer höhere Verschuldung immer ärmer wurden, insbesondere auch das wirtschaftliche Dickschiff Deutschland. Von Ausnahmen wie Griechenland einmal abgesehen, haben die Bürger es dort noch nicht so richtig gemerkt, aber aufgeschoben ist nicht aufgehoben, und im Gegensatz zu den USA, die sich aufgrund ihres expressiven militärischen Übergewichtes Zechprellerei erlauben kann, werden die anderen Länder ihre Schulden eines Tages tatsächlich zurückzahlen müssen.

Trotz des zu erwartenden Widerstandes wird Präsident Bolsonaro aber dennoch versuchen müssen, staatliche Haushalte zu kürzen, verfettete Behörden zu verschlanken und überall wucherndes Regelungsdickicht auszudünnen, schließlich handelt es sich hier mit Abstand um das wichtigste seiner Wahlversprechen.  Dafür könnte er gar eine gewisse Autorität in Ansatz bringen, steht er doch für eine Zäsur zum vorhergehenden, von den Brasilianern mutig zu Fall gebrachten  Kleptokratensystem. Es ist allerdings keine leichte Aufgabe das brasilianische Haus in Ordnung zu bringen. Übergangspräsident Michel Temer wurde für seine zaghaften Reformversuche zum Beispiel beim Arbeitsrecht und der Rente vom Volk mit niedrigsten Zustimmungswerten gestraft. Im Grunde unverschuldet, denn was sich dem einfachen Bürger leider häufig verschließt, ist daß der neue Amtsinhaber zunächst einmal das politische und wirtschaftliche Erbe seiner Vorgängerregierung antritt. Dies galt im positiven Sinne für Lula, dem Fernando Henrique Cardoso seinerzeit ein vergleichsweise wohlgeordnetes Brasilien übergab, ebenso wie danach im negativen Sinne für dessen Nachfolger Rousseff und Vize Temer, die dann ein eher schweres Erbe antraten. Bolsonaro wird es da wohl nicht anders ergehen.  Allerdings hat der neue Präsident keine Wahl: Die Kassen sind leer, und weiter lustig an der Steuerschraube zu drehen, wie dies unter anderen auch die PT getan hat, dürfte sich mit dem massiven Wegfall von Arbeitsplätzen unter deren Regierung wohl verbieten. Er wird die dringend notwendigen Reformen anpacken müssen, und das ist durchaus positiv zu bewerten.

Bolsonaro muß jedoch in erster Linie sparen, und es steht zu hoffen, daß er nicht in die Falle seiner Vorgänger gehen wird, es mit der Kürzung von Bezügen und Reduzierung von Stellen erst einmal bei den unteren Chargen des Staatsdienstes zu versuchen, und die oben derweil ungeschoren zu lassen, was ihm zu Recht die Kritik einbringen würde, daß sein Sparkurs sozial ungerecht sei. Diese Kritik wäre dann umso berechtigter, als der Spielraum für Kürzungen nach oben hin immer größer wird, wo üppige Besoldung und Pensionen, erstklassige Krankenversicherungen mit Dentalplan für die gesamte Familie, finanzielle Beihilfen für Wohnung, Reisen, Anzüge!, Assessoren und dergleichen längst zum liebgewordenen Besitzstand gehören.

Die Reaktionen der Kommentatoren aus dem Ausland sind wie immer geteilt: Auf der einen Seite des Spektrums haben wir die politische Linke, die mit demokratischen Mehrheitsentscheidungen immer dann recht wenig anfangen kann, wenn der ideologische Gegner gewählt wird, und reflexartig den Aufstieg eines neuen Hitlers prophezeit. Daß der Neugewählte über Zustimmungsraten und damit eine demokratische Legitimation verfügt, von der europäische Staatschefs selbst in großen und kleinen Koalitionen nur träumen können, zählt da nicht, steht er als „Populist“ doch im falschen Lager. Das politisch unmündige Volk hat sich in die Irre führen lassen, wird kolportiert, und die Nation sei  damit zum Untergang verurteilt. Man redet in diesen Kreisen gerne vom südamerikanischen Trump. Daß wir es bei Jair Bolsonaro im Gegensatz zum vielfach abgelehnten Donald Trump mit einem Berufspolitiker zu tun haben, der seit fast 30 Jahren! im Kongreß sitzt und dessen Bruder und Söhne sämtlich ebenfalls in der Politik sind, er von daher also eher Parallelen mit dem amerikanischen Clintonclan aufweist, fällt dann auch nicht mehr ins Gewicht.

Auf der anderen Seite haben wir die eher konservativ eingestellte ausländische Wirtschaft und Investoren, deren befürwortende Haltung bereits vor den Wahlen, allein aufgrund der Umfragen, die übereinstimmend einen Sieg Bolsonaros vorhersagten, den Sinkflug des Real umkehrte und die hiesige Börse wieder in die Höhe trieb. Offenbar traut man ihm eine Umkehr aus der Wirtschaftskrise zu.

Ich selbst bin verhalten optimistisch, zum einen sicherlich deshalb, weil ich hier wohne und mich vom unverwüstlichen Optimismus der Brasilianer anstecken lasse. Aber es gibt auch noch einen wichtigen anderen Grund: Wer antizyklisch investiert, steigt unten ein und nimmt den Aufstieg mit! Viele dürften dies wissen und die Chancen erkennen. Die Investoren werden wiederkommen, denn Brasilien ist und bleibt eines der rohstoffreichsten Länder der Erde und verfügt insbesondere über den weltweit größten flüssigen Süßwasservorrat, in Ergänzung zu einer gut funktionierenden landwirtschaftlichen Produktion und großen Flächen noch brachliegenden Agrarlandes. Seine Wirtschaft übersteigt jedes andere südamerikanische Land, seine Gesellschaft ist geprägt von europäischen Werten mit moderner Gesetzgebung, die Respekt für Homosexuelle, Frauen, unterschiedliche Rassen und Religionen zeigt und freie Meinungsäußerung zuläßt. Das Eigentumsrecht ist sicher und Eigentum an Immobilien und Produktionsmitteln kann auch von Ausländern erworben werden, was auf der Welt keine Selbstverständlichkeit ist. Die Möglichkeiten und das Potential für einen Aufstieg sind im fünftgrößten Land der Welt also weiterhin alle da. Auch der Tourismus wird in Brasilien wieder in Fahrt kommen, denn vom Regenwald Amazoniens mit seiner auf der Welt einmaligen Artenvielfalt, bis zu den weißen Sandstränden der ausgedehnten Küste, wird bei tropischem Klima eine unglaubliche Vielfalt an verschiedenen Landschaften geboten, ohne daß dabei die Gefahr von Naturkatastrophen droht. Zu guter Letzt gehören die Brasilianer zu den unbeschwertesten Menschen, die ich je kennengelernt habe. Sie sollten sie ebenfalls kennenlernen.

Armes Deutschland

Ich möchte dem geneigten Leser das äußerst aufschlußreiche Interview des Dr. Daniel Stelter auf YouTube ans Herz legen.

In extrem nüchterner und sachkundiger Weise, ohne ideologische Vorbelastung, gibt der anerkannte Wirtschafts- und Finanzexperte in 39 Minuten einen Überblick über die vielen verhängnisvollen Fehler der Bundesregierung von ESM und Griechenlandhilfe über fehlende Investitionen in Bildung und Infrastruktur, sowie Schwächung deutscher Schlüsselindustrien und überstürzter „Energiewende“ zu unkontrollierter Massenimmigration.

Sehr interessant: Auf die Abschlußfrage des Interviewers, was der Einzelne angesichts der zu erwartenden Folgen all dieser Fehlentscheidungen tun könne (Min 36:21), antwortet Herr Dr. Stelter: „…bei jüngeren Menschen muß ich leider immer sagen: stellt zumindest sicher, daß Ihr global mobil seid,… daß Ihr sagen könnt, zu einem gewissen Zeitpunkt, ich habe anderswo bessere Chancen, ich gehe hier weg. Das ist ganz klar die Empfehlung. Das tut mir sehr leid. …aber in der Tat der konkrete Vorschlag ist, … sich zumindest darauf vorzubereiten, so schwer es auch fällt, seine Zukunft woanders zu suchen.“

Ich empfehle Brasilien.

Brasilien und die Crux mit der Demokratie

Brasilien steht vor den Wahlen und es häufen sich die Reportagen auch ausländischer Sender, die zu dieser Gelegenheit von den „brasilianischen Zuständen“ berichten: Kriminalität, Mißwirtschaft, lähmende Staatsquote und erstickende Staatsverschuldung, vor allem aber die tiefverwurzelte und großflächige Korruption der politischen und wirtschaftlichen Eliten werden zu Recht angeprangert, man spricht von der „gekauften Demokratie“. Der enorme Korruptionsskandal und sein gesellschaftliches Ausmaß werden dabei aber leider nicht richtig gewertet. Es handelt sich hier um ein systemisches Problem der modernen Massendemokratie und es wird meiner Ansicht nach von den Journalisten gefällig übersehen, daß ähnliche Phänomene auch in den europäischen und amerikanischen Demokratien zu finden sind und sich dort ebenfalls immer weiter ausbreiten. Um eines klarzustellen: Dies ist kein politischer Blog. Aber wenn man sich der Aufgabe verschrieben hat, Brasilien in einem zutreffenderen Licht darzustellen als die tendenziöse Berichterstattung der Mainstreammedien es tut, muß man sich freilich auch mit den unliebsamen politischen Verhältnissen dieses riesigen Landes auseinandersetzen. Was mir bei der ausländischen Berichterstattung immer wieder auffällt, ist daß die hiesige alteingesessene Korruption so behandelt wird, als handele es sich dabei um ein auf der Welt isoliertes, spezifisch brasilianisches Problem. Daß jedoch die moderne Demokratie weltweit unter diesem Symptom einer schweren Krankheit leidet, wird gerne übersehen. Es wäre jedoch ein großer Fehler, sich als Europäer oder Nordamerikaner aufgrund der brasilianischen Verhältnisse selbstgefällig zurückzulehnen. Vielmehr wäre es an der Zeit, sich am brasilianischen Beispiel des mutigen Angriffs auf alteingesessene Ausbeutungsstrukturen zu orientieren, um auch die eigenen Sümpfe vor der Haustüre auszutrocknen. „Politikverdrossenheit“, der wiederkehrende Eindruck, bei den Wahlen keine wirkliche Alternative zu haben, das Gefühl, daß „die da oben doch sowieso tun was sie wollen“ und die eigenen Interessen von den Regierenden nicht vertreten werden, sind zum Beispiel auch unter Deutschlands oder Österreichs Bürgern ein weitverbreitetes Phänomen. Brasilien ist Pionier nämlich lediglich in der großangelegten und entschlossenen Bekämpfung der tiefverwurzelten Korruption, jedoch nicht im Erdulden dieses Leidens. Insbesondere hat Brasilien die systematische Veruntreuung staatlicher Mittel nicht erfunden. Diese ist vielmehr bereits mit den europäischen Ziehvätern, den Portugiesen, über den atlantischen Ozean geschwappt, als die indigene Urbevölkerung noch nicht einmal von den Segnungen der modernen Zivilisation zu träumen wagte. Das größte Problem in Brasilien ist letzten Endes nicht die Korruption, und schon garnicht, daß dieses Übel in seinen Ausmaßen bis in die letzten Winkel der Gesellschaft erkannt wurde, sondern daß am politischen System, welches dies hervorruft, nichts geändert wird, da es selbst nicht in Frage gestellt wird. Wenn man Korruption anprangert und bekämpfen will, sollte man sich grundsätzlich auch einmal fragen, ob es wirklich wünschenswert ist, daß gerade die zumeist uninteressierte und unqualifizierte Mehrheit im Staat den Ton angeben soll. Nachdem man dann zum Schluß gekommen ist, daß dies, da logistisch undurchführbar und politisch ungewollt, auf der ganzen Welt ja ohnehin nicht praktiziert wird, man hat ja statt dessen indirekte, parlamentarische Demokratien, sollte man insbesondere darüber nachdenken, ob es ein ehrlicher und dem Staatswohl förderlicher Zustand ist, wenn in den heutigen westlichen Parteiendiktaturen beharrlich so getan wird, als entscheide dennoch das Volk (durch seine Vertreter). Letztlich lenkt dies nämlich nur von den eigentlich Verantwortlichen ab, indem in zynischer Weise dem Volk die Schuld an der Misere in die Schuhe geschoben wird, weil es eben politisch unreif sei. So werden zum Beispiel die Brasilianer anläßlich jeder Wahl von den Medien aufs Neue ermahnt, jetzt müßten sie aber endlich mal „richtig“ wählen („vote certo“), damit sich das Trauerspiel von Korruption und Mißwirtschaft nicht wiederhole, gerade so, als ob der Austausch der im Grunde beliebigen Köpfe des herrschenden Systems eine Wende bringen könnte. Insbesondere Lula wurde ja gewählt, weil er sich die Bekämpfung der Korruption auf die Fahnen geschrieben hatte und in dieser Hinsicht auch über eine gewisse Glaubwürdigkeit verfügte, da er noch nie zuvor an der Macht gewesen war. Diesen Bonus haben die brasilianische Arbeiterpartei PT und ihr charismatischer Frontmann verspielt. Eine beeindruckende Anzahl der Bürger hält Lula aber auch heute noch die Stange, obwohl niemand mehr ernsthaft daran zweifelt, daß er der Pate eines parteiübergreifenden Korruptionssystems noch nie dagewesenen Ausmaßes war. Dies deshalb, weil sie schlicht und einfach davon ausgehen, daß sich unter dem herrschenden System daran ohnehin nichts ändern wird, und ich denke, da haben sie recht. Unrecht haben Lulas Anhänger lediglich in der Bewertung, daß Lulas Politik ihre Lebensverhältnisse verbessert habe, wo in Wirklichkeit eine anhaltende Boomphase auf dem Comodity-Markt und die erfolgreiche Politik seines Vorgängers FHC seiner Regierung wirtschaftlich unter die Arme gegriffen hatten.

Aufgrund kürzlich erworbener Doppelstaatsbürgerschaft werde auch ich bei dieser Wahl meine Stimme abgeben. Da dasselbe politische System in Brasilien (und auf der Welt) unverändert bestehen bleibt, erwarte ich unabhängig vom neuen Frontmann, oder auch –frau, keine wirklichen Veränderungen. Die Frage für mich ist nur, wo auf der Welt sich die Krankheit von Gier und Mißwirtschaft schneller ausbreitet und zu Zuständen führen wird, die die tägliche Lebensfreunde ernsthaft beeinträchtigen. Was Korruption angeht, kann Brasilien kaum noch schlimmer werden. Es ist auf dem Tiefpunkt angelangt, und die staatstragenden Schichten der Gesellschaft haben den Kampf aufgenommen. Jedoch, die allesamt hochverschuldeten Regierungen dieser Welt leben zunehmend von der Substanz ihrer Länder und Substanz hat Brasilien noch eine Menge. Da kann noch viel passieren, bis dieses Land nicht mehr lebenswert erscheint. So gesehen ist man hier gut aufgehoben.

Warten auf die Wahlen

Im Oktober diesen Jahres sind hier in Brasilien wieder die Präsidentschaftswahlen und wie so oft harrt das Land, was seine weiteren Geschicke anbelangt, ihres Ausgangs.

Unter den diversen Kandidaten auf das Präsidentenamt wird Jair Bolsonaro als Reaktionär eingestuft. Ich sehe dies weniger dramatisch, da man ganz generell auf die Versprechungen und Ankündigungen von Politkern nicht allzuviel geben darf. Es ist schließlich eines der Hauptprobleme der Demokratie, daß ein Kandidat auf ein politisches Amt dem Wahlvolk allerhand Versprechungen machen muß, um überhaupt eine Aussicht darauf zu haben gewählt zu werden, auch wenn diese Versprechungen seinen tatsächlichen Überzeugungen (so vorhanden) völlig widersprechen mögen. Man kann als Bürger daher zumeist wenig davon glauben, was von einem Kandidaten vor der Wahl vollmundig angekündigt wird. Das Problem ist, daß einem dann dennoch wenig mehr übrigbleibt, als die Kandidaten nach ihren Wahlaussagen und vermeintlichen Wahlprogrammen zu bewerten, im vollen Wissen, daß das Meiste davon nicht ernstgemeint ist. Unter diesem Gesichtspunkt ist Jair Bolsonaro immerhin der einzige Kandidat, der ankündigt, in Brasilien in Tourismus investieren zu wollen. Daß Tourismus eine durchaus politische Entscheidung ist, zeigte sich am Beispiel von Bahia  als Anfang der Neunziger Jahre die Regierung ACM beschloß, den Staat dem Tourismus zu öffnen und ein Programm auflegte, das unter anderem zu einer Renovierung des historischen Stadtzentrums von Salvador, dem sogenannten Pelourinho, führte und zu seinen Glanzzeiten selbst das brasilianische Tourismusmekka Rio de Janeiro auf den zweiten Platz verbannte. Die durch Tourismus generierten Einnahmen sind zudem besonders positiv zu bewerten, da sie zu einem großen Teil den einfachen Leuten ohne Abschluß zugute kommen, die auf dem brasilianischen Arbeitsmarkt in der Regel schwer vermittelbar sind: Taxifahrer und Touristenführer, ambulante Verkäufer von Andenken, Besitzer kleiner Geschenkartikelläden und ihre Verkäufer, Bars und ihre Kellner, die Gastronomie ganz allgemein, profitiert davon ebenso wie die Rezeptionisten von Hotels, Hotelpagen, Hotelpförtner, Hotelzimmermädchen und die allgegenwärtigen Sicherheitsleute. Die anschließende völlige Vernachlässigung des Tourismus in Bahia unter der PT-Regierung zeigte übrigens deutlich, wie wenig ernst es der „Arbeiterpartei“ (tatsächlich die Partei der Gewerkschaftler und Staatsbediensteten) mit ihren vollmundigen Ankündigungen war, dem kleinen Arbeiter ein würdevolles, weil von staatlichen Almosen unabhängiges, Auskommen schaffen zu wollen.

Desweiteren kündigt Bolsonaro, der derzeit in den in São Paulo basierten Meinungsumfragen führt, umfangreiche Privatisierungen an, was in einem Land mit einer fast 40 %-igen Staatsquote und ungenierter Selbstbedienungsmentalität der staatlichen Vertreter an allen staatlichen Institutionen und Töpfen, sicherlich der richtige Weg ist. Wie immer in Brasilien ist die Parteizugehörigkeit dabei völlig ohne Belang, da die vielen politischen Parteien keinerlei Ideologie verfolgen, sondern reine Zweckbündnisse zur Erlangung staatlicher Positionen und den damit verknüpften Versorgungsleistungen darstellen. Daher messe ich dem bei meinen Betrachtungen auch keinerlei Stellenwert bei.

Ein weiteres positives Signal an die von einem überbordenden Staatswesen belasteten Brasilianer wäre es in der Tat, wenn Bolsonaro seine Ankündigung, die derzeit 39 Ministerien auf 15 zurückstutzen zu wollen, auch tatsächlich umsetzen würde. Staatliche Ministerien werden in Brasilien hauptsächlich dafür geschaffen, daß man Parteifreunde in neugeschaffene Ämter hieven kann, was aufgrund der Erfordernis immer neuer Koalitionsbündnisse fortlaufend notwendig ist.  Der erste demokratische Präsident nach der Militärdiktatur, Fernando Color de Mello, startete noch mit 10 Ministerämtern, zuletzt unter Dilma Rousseff gab es dann bereits 39 Bundesministerien.

Da Jair Bolsonaro in den Meinungsumfragen, die sämtlich den absolut favorisierten Expräsidenten Lula außer Acht lassen, derzeit führt, besteht also durchaus Hoffnung, daß Brasilien in absehbarer Zeit aus seinem derzeitigen Tief wieder herauskommen könnte. Dies wiederum könnte nun ein interessanter Indikator für diejenigen sein, die bei ihren Investitionen gerne antizyklisch handeln. Als Brasilien der investment grade verliehen wurde, sind im großen Stil ausländische Investitionen ins Land geflossen und haben diverse Wirtschaftssektoren aufgebläht. Antizyklisch Handelnde hatten ihre Positionen, ob nun Immobilieninvestitionen, Aktien von Vale do Rio Doce, Petrobras oder ähnliches, vorher ausgebaut und sie dann in der Investmentgrade-Hause gewinnbringend liquidiert. Das kann man jetzt wieder tun, die Gelegenheit ist günstig, die Preise sind niedrig, bis zum nächsten Investmentgrade, wenn wieder alle entdecken, was in dem Land für Möglichkeiten stecken.

São João

Brasilien ist unter anderem für seinen Karneval bekannt. Insbesondere die Festivitäten in Rio de Janeiro und Salvador da Bahia genießen Weltruhm. Nach meiner Ansicht ist aber das beste Fest in Bahia nicht der im Februar in Salvador stattfindende Straßenkarneval, sondern die im Juni in den vielen Kleinstädten und Dörfern des Inlands, dem sogenannten „Interior“ stattfindenden Junifeste. Der „São João” ist ein knapp zweiwöchiges Fest, das von seinem Anlaß her mit dem amerikanischen Erntedankfest verglichen werden kann und der Feier der ländlichen Idylle frönt. Obwohl auch in der Hauptstadt Salvador alljährlich in der historischen Altstadt, dem „Pelourinho“ ein solches Fest ausgerichtet wird, sind die berühmtesten Festorte sämtlich im Inland von Bahia angesiedelt, etwa in Santo Antônio de Jesus, Cachoeira oder Amargosa. Wo man im Inland genau hinfährt ist indes nicht so wichtig, überall wird bei Fruchtlikör, Maiskolben, Kochbananen und Erdnüssen dem Forro, einer Art brasilianischer Countrymusik, gelauscht. Bands spielen überall auf Bühnen in der Ortsmitte, und betont ländlich gekleidete Männer und Frauen widmen sich mit Begeisterung, Können und südamerikanischen Temperament dem klassischen Paartanz. Die Damen tragen dabei gerne einen traditionellen Aufzug als Landpomeranze, komplett mit langem Karokleid, Pipi Langstrumpf-Zöpfen und aufgemalten Sommersprossen, und die Männer gefallen sich als Cowboys im Karo Hemd mit Lederstiefeln und Cowboyhut.

São João wird nicht nur in Bahia gefeiert, aber hier ist er sehr beliebt, traditionell und sicherlich eines der besten brasilianischen Feste überhaupt. Die Festivitäten spielen sich hauptsächlich in den Tagen vor und nach der Kernzeit vom 22. bis 24. Juni ab. Ich will mich hier nicht über die Einzelheiten betreffend Forromusik und den gleichnamigen Tanz auslassen, dazu findet sich genug im Internet, sondern lediglich meine persönliche Einschätzung und Empfehlung abgeben, daß man die Junifeste in Bahia einmal gesehen haben sollte, und ihnen gar vor dem Karneval den Vorzug geben sollte, obwohl sie in der Regenzeit stattfinden. Besonders interessant ist São João natürlich wenn es wie dieses Jahr wieder mit der Fußball Weltmeisterschaft zusammenfällt, ein Anlaß der für die Brasilianer ohnehin Volksfestbedeutung hat, so daß hier gleich zwei bedeutende Feste zusammenfallen und beschwingte Zeiten garantieren.

Der richtige Zeitpunkt!

Der richtige Zeitpunkt, um in Brasilien Immobilien zu erwerben ist jetzt. Wir sind zwar Rechtsanwälte, keine Immobilienmakler. Dennoch haben wir in den über zwanzig Jahren unserer Tätigkeit in Salvador da Bahia unzählige Immobiliengeschäfte abgeschlossen. Das liegt daran, daß wir eine auf die Vertretung der Interessen von Ausländern ausgelegte Kanzlei sind, und einer der größten Interessenschwerpunkte von Ausländern seit jeher der Erwerb brasilianischer Immobilien war. Insbesondere Strandgrundstücke oder Appartements mit Meeresblick in den subtropischen Zonen Brasiliens mit ihrem nahezu ganzjährig angenehmen Klima erfreuten sich stets einer hohen Nachfrage. Hier gab es vor ca. 3-4 Jahren eine Zäsur, denn während der Regierungszeit der PT gab es in Brasilien eine rege Bautätigkeit und einen starken Preisanstieg bei brasilianischen Immobilien. Hinzu kam ein starker brasilianischer Real, so daß die Käufe durch Ausländer in dieser Zeit stark nachgelassen haben. Viele der ausländischen Erwerber haben die Gelegenheit des für sie günstigen Kurses genutzt, um stattdessen ihrerseits zu verkaufen und einen Gewinn mitzunehmen. Bei der Entwicklung auf dem brasilianischen Immobiliensektor in der LULA-Zeit, handelte sich jedoch um eine Blase in der Überkapazitäten geschaffen wurden und die relativ kurz nach Ablösung der PT-Regierung geplatzt ist. Es hat dadurch eine Preiskorrektur stattgefunden und seitdem sind brasilianische Immobilienpreise um ca. 30% gefallen, was einen realistischen Preis darstellt. Gleichzeitig hat aber auch der brasilianische Real im Verhältnis zum US Dollar und EURO stark nachgegeben. Derzeit steht der US Dollar zum Real in einem Verhältnis von 1 : 3,78 und der EURO in einem Verhältnis von 1 : 4,6. Dadurch sind brasilianische Immobilien nun wieder sehr günstig geworden.

Mal ganz abgesehen davon, daß man als Ausländer in Brasilien Eigentum an Immobilien erwerben kann, was in manchen asiatischen oder kommunistischen Ländern ja von vornherein ausgeschlossen ist, sind brasilianische Immobilien zudem sicher. Ähnlich wie bei den meisten Ländern der westlichen Hemisphäre, wird auch in Brasilien das Eigentum im Grundbuch registriert. Auch in Brasilien sind am Immobilienerwerb Notare beteiligt, allerdings haben sie dabei nicht dieselbe umfassende Aufgabenbreite und Garantiefunktion wie sie sie etwa in Deutschland haben. In Brasilien ist der Notar im Wesentlichen als ein bloßer Urkundsbeamter am Geschäft beteiligt, es gibt weder ein Notaranderkonto, noch eine Auflassungsvormerkung, die Risiken der Geschäftsabwicklung verbleiben somit bei den Parteien, insbesondere beim Erwerber. Dies macht die Hinzuziehung eines Anwaltes erforderlich. Die von Verkäuferseite häufig an der Abwicklung beteiligten Immobilienmakler verfügen zwar oftmals über die erforderliche Sachkenntnis, haften aber nicht für Rechtsmängel oder sonstige Unzulänglichkeiten der Immobilie, noch sind sie gesetzlich oder standesrechtlich dazu verpflichtet, ihnen etwaig bekannte Mängel mitzuteilen. Der Fokus der brasilianischen Immobilienmakler ist aufgrund ihres wirtschaftlichen Interesses am Abschluß des Geschäfts auf Verkauf gerichtet, denn erst dann werden sie von ihrem Kunden bezahlt. Dies verführt oft dazu, insbesondere den Erwerber nicht über bestehende Risiken aufzuklären.

Rechtliche und faktische Risiken wie Baumängel, fehlendes oder beschränktes Eigentum, fehlerhafte Eintragung im Grundbuch, insbesondere hinsichtlich der Grundfläche, Hypotheken, Grundsteuerschulden, Besitz-, Nutzungs- und Wegerechte, sowie auch alle sonstige Lasten lassen sich aber mit der entsprechenden Sach- und Rechtskenntnis sicher ausschließen. Der lastenfreie Erwerb des Eigentums kann durch die Einschaltung eines Rechtsanwaltes gewährleistet werden, und dazu muß sich der Erwerber noch nicht einmal im Land aufhalten. Alle Arten von Immobilienerwerb sind durch eine notarielle Vollmacht auch in Abwesenheit durch Stellvertreter möglich.

Auch sonst sind brasilianische Immobilien als sicher einzustufen, denn sie sind weder von Naturkatastrophen, noch von Kriegen oder Enteignungen bedroht. Immobilieneigentum steht nach der brasilianischen Verfassung zwar unter besonderem Schutz, aber in einem Land von kontinentalen Ausmaßen verfügt der Staat ohnehin schon über enorme Ländereien, so daß eine Enteignung für ihn in der Regel nicht von Interesse ist. Der brasilianische Staat braucht Geld, kein Land. Eine in allen Ländern der Welt durchaus mögliche, und von vielen Experten sogar erwartete, Währungsreform betrifft Immobilien nicht, und sie unterliegen auch nicht dem Wertverfall durch Inflation. Was den Erwerb brasilianischer Immobilien zusätzlich interessant macht, ist, daß durch den Erwerb zugleich die Erlangung einer unbefristete Aufenthaltserlaubnis in der Form des sogenannten Investorenvisums möglich ist, wenn man den Kauf über eine dafür zu gründende Firma vornimmt. Der Erwerb insbesondere mehrerer Immobilien über eine Firma bringt zudem noch steuerliche Vorteile bei Verwaltung und wirtschaftlicher Nutzung.

ENTWARNUNG

Der Streik der Fernfahrer ist offiziell beendet, und anders als bei der großen Überschwemmung in New Orleans blieb es in Salvador, wo wir leben und sich unsere Kanzlei befindet, ruhig. Es gab keine Plünderungen, keine Aufstände oder Tumulte, keine zivilen Unruhen. Das Militär war nirgendwo zu sehen und wurde auch nicht gebraucht. Es kam mit Ausnahme des Treibstoffs auch nicht zu nennenswerten Versorgungsengpässen. Für ein paar Tage war die wirtschaftliche Tätigkeit vermindert, in dem Sinne, daß einige Läden geschlossen blieben.

Der Fernfahrerstreik in Brasilien hat gleichwohl weltweites Medieninteresse erregt und wieder fühle ich mich berufen, zu diesem Anlaß ein paar Dinge zurechtzurücken: Es wird immer wieder berichtet, in Brasilien sei es um die öffentliche Sicherheit nicht sonderlich gut bestellt, so als sei dies ein brasilianisches Phänomen. Wie sieht es in dieser Richtung aber in den USA oder Europa aus? Auch dort glänzt die Polizei im Ernstfall zunehmend mit Abwesenheit. In den großen europäischen und nordamerikanischen Metropolen sind ganze Stadtteile für die lokalen Ordnungskräfte unbegehbar und teilweise verweigern die Versicherer dort wegen des hohen Vandalismusrisikos sogar den Abschluß von KfZ-Versicherungen. Mit Vorliebe wird in der internationalen Presse die brasilianische Kriminalität zum Thema gemacht, obwohl sich diese in ihren gewalttätigen Formen im wesentlichen unter diversen Fraktionen von Verbrechern und der Polizei abspielt und den Durchschnittbürger daher eher selten betrifft. Dadurch wird aber von einem anderen, internationalen, und den einzelnen Bürger viel stärker betreffenden Problem abgelenkt: Wie in den meisten anderen Ländern auch, ist leider in Brasilien eines der größten Probleme die Regulierungswut eines immer weiter anwachsenden Staates, der seinen Bürgern viel zu hohe Steuern auferlegt, und ihnen bei ihrem wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Streben zunehmend im Wege steht.

Zumindest regt sich in Brasilien dagegen der Unmut, wie zuletzt im Fernfahrerstreik, der ein durchaus politischer Protest von Bürgern einer bestimmten Berufsgruppe war und trotz aller damit verbundener Härten beim Volk auf enormes Verständnis gestoßen ist. Natürlich haben die Gewerkschaftsfunktionäre sogleich versucht den Fernfahrerstreik als ihre Initiative auszugeben, aber es war eben keine gewerkschaftlich organisierte Aktion zur Durchsetzung von Lohnforderungen, sondern eine von Bürgern initiierte Bewegung zur Anprangerung von Mißständen. Daß die heutigen Gewerkschaften den etablierten Parteien mit ihren politischen Funktionären in jeder Hinsicht viel ähnlicher sind als klassischen Arbeiterbewegungen, haben die arbeitenden Bürger längst gemerkt. Der Brasilianer wehrt sich: im „lava jato“ zeigt die überbordende Korruption reale Konsequenzen in gerichtlicher Verfolgung und langen Haftstrafen der Verantwortlichen. Und Brasilien ist auch in anderen gesellschaftlichen Bereichen vorbildlich: Immer mehr Gerichtsverfahren sind digital und somit leichter zugänglich, die Gehälter der einzelnen Staatsbediensteten werden für alle Bürger offen einsehbar im Internet ausgewiesen. Obwohl die übersensibilisierten Vertreter der Diskussionswissenschaften gerne das Gegenteil behaupten, gibt es in Brasilien auch keine nennenswerten Probleme mit Rassismus. Dies kann von anderen Ländern mit hohem schwarzen Bevölkerungsanteil, wie zum Beispiel USA, Frankreich oder Großbritannien sicher nicht so ohne weiteres behauptet werden.

Ich lebe seit 20 Jahren in Brasilien und habe es nie bereut. Natürlich will ich jetzt niemandem einreden, Brasilien sei das Land in dem Milch und Honig fließt. Es ist aber sicherlich auch nicht das, was Ihnen in der Zeitung verkauft wird.

Fernfahrerstreik

Obwohl es für das riesige Land bei weitem die wirtschaftlichste Form des Transportwesens gewesen wäre, wurde in Brasilien in einer rein politischen Entscheidung die Schiene  zugunsten der Interessen der gerade entstehenden Automobilindustrie sträflich vernachlässigt. Der Staat hat in einem für die damalige Zeit beispiellosen Programm  ein weit verzweigtes, teuer zu unterhaltendes  Straßennetz angelegt, und fast der gesamte Waren- und Gütertransport wird nun über Lastwagen auf oftmals halsbrecherischen Straßen abgewickelt. Ein harter Job für die brasilianischen Fernfahrer, sicherlich, und aufgrund der bewußten Vernachlässigung eines staatlichen Schienennetzes trifft der am Montag begonnene Streik der „Kapitäne der Landstraßen“ das Land nun ins Mark. Bereits gestern, Donnerstag, bildeten sich vor den Tankstellen lange Schlangen, in der Hoffnung, den letzten Treibstoff zu ergattern, da derzeit  kein neuer mehr angeliefert wird. In den Großstädten ist es nur eine Frage von Tagen, bis die Versorgung mit Lebensmitteln ernsthaft in Gefahr geraten wird. Aufgrund der fehlenden Bahnstrecken haben die Brummifahrer die Logistik des Landes in der Hand, ihr Streik hat damit eine einzigartige Stellung in einem Staat, in dem insbesondere die staatlichen Angestellten mit schöner Regelmäßigkeit in den Streik treten, um ihre bürgerfinanzierten Privilegien weiter aufzu-stocken. Bemerkenswert ist, daß es bei dem seit Mittwoch andauernden landesweiten Streik der Fernfahrer nicht etwa um die Erlangung persönlicher Vorteile in Form einer Lohnerhöhung geht, sondern vielmehr die Reduzierung diverser Steuern, die alle brasilianischen Bürger gleichermaßen  belasten, gefordert wird. Es geht hier also um etwas Grundlegendes! Eine weitere Besonderheit ist, daß es sich hier nicht um einen gewerkschaftlich organisierten Streik handelt, auch wenn die wichtigsten Gewerkschaften des Transportwesens wie CNTA, ABCAM und UNICAM zwischenzeitlich mit aufgesprungen sind. Vielmehr hatten die Fernfahrer den Streik über die sozialen Medien untereinander selbst organisiert.

Für andere Länder durchaus vorbildlich, werden in Brasilien derzeit korrupte und kriminelle Individuen aus der Politkerkaste entfernt. Dies ist selbstverständlich positiv zu bewerten. Das Problem, das dabei allerdings übersehen wird, ist, daß die Wurzel allen Übels bereits im System der bestehenden Scheindemokratie mit ihren staatlichen Vertretern, die sich in einer schamlosen Selbstbedienungsmentalität um die vom Bürger zwangsweise unterhaltenen staatlichen Freßtröge drängen, angelegt ist. Ich verwende hier bewußt den Ausdruck „Staatsverteter“ und nicht Volksvertreter, denn daß von diesen, lediglich sich selbst und ihrer Partei verpflichteten, Politikfunktionären in irgendeiner Form die Interessen des beherrschten Volkes vertreten würden,  ist eine in vielen Ländern zwar noch immer aufrecht erhaltene Illusion, die aber weltweit immer weniger Bürger zu überzeugen vermag. Die sogenannte „Politikverdrossenheit“ ist kein brasilianisches Phänomen.  Wenn also nicht auch das korrupte, bürgerferne politische System beseitigt wird, werden die grundlegenden Probleme, nämlich Korruption, Ineffizienz, fehlender Einfluß der Bürger und damit die Förderung von Selbstbedienungsmentalität, Vettern- und Mißwirtschaft, die schamlose Plünderung der öffentlichen Kassen, sowie grundsätzlich eine viel zu hohe Staatsquote, einfach weitergehen.

Aus diesem Blickwinkel ist es interessant, daß nun während des Fernfahrerstreiks Stimmen aus der Führung des brasilianischen Militärs laut werden, die offen die Abschaffung des korrupten Systems fordern und die Fernfahrer in ihrem Kampf gegen die unterdrückerische Steuerlast,  sowie ihrem grundlegenden Angriff auf das System ausdrücklich unterstützen.  Interessant ist auch, daß die Aussicht einer Machtergreifung des Militärs in breiten Schichten des brasilianischen Volkes keineswegs als Übel betrachtet wird.  Das bestehende System hat sich in den Augen seiner Bürger selbst diskreditiert, und die Notwendigkeit der Nachjustierung eines außer Rand und Band geratenen Steuersystems  ist außerhalb des Kreises der staatlich Alimentierten ohnehin Konsens. Trotz der offensichtlichen Härten die der Streik für den einzelnen Bürger mit sich bringt, kursiert in den sozialen Netzwerken unter Brasilianern derzeit das Motto „Somos todos caminhoneiros!“ (Wir sind alle Fernfahrer!) Brasilien macht es vor, folge wer Mut hat.

„Somos todos caminhoneiros!“

Wieso Brasilien? (Zweisprachig)

Was spricht für Brasilien?

  • Brasilien hat eine von europäischen Werten geprägte Gesellschaft mit moderner Gesetzgebung, die Respekt für Homosexuelle, Frauen, unterschiedliche Rassen und Religionen zeigt und freie Meinungsäußerung zuläßt;
  • Brasilien ist das fünftgrößte Land der Welt und von kontinentalen Ausmaßen;
  • Vom Amazonas Regenwald bis zu weißen Sandstränden wird eine unglaubliche Vielfalt an verschiedenen Landschaften geboten;
  • Die brasilianische Wirtschaft übersteigt jedes andere südamerikanische Land;
  • Brasilien ist eines der rohstoffreichsten Länder der Erde;
  • Brasilien verfügt über den größten flüssigen Süßwasservorrat der Erde;
  • Tropisches Klima;
  • Spaß und Unterhaltungskultur: Rio de Janeiro, „Carnaval“, Fußball und vieles mehr!
  • Immobilienboom an den Küsten des Nordostens;
  • Sicheres Eigentumsrecht;
  • Niedrige Eigentumssteuern;
  • Verschiedene maßgeschneiderte Aufenthaltserlaubnisse;
  • Das Land kann seine Bevölkerung ernähren, da es über eine gut funktionierende landwirtschaftliche Produktion und große Flächen noch brachliegenden Agrarlandes verfügt;
  • Brasilien wird nicht von Naturkatastrophen heimgesucht;
  • In Brasilien werden für Geldanlagen noch substantielle Zinsen gezahlt.

 

Why Brazil?

-Brazil is a society characterized by European values with modern laws that respect homosexuals, women, different races and religions and allows free speech;

-Brazil is the fifth largest country in the world of continental scale;

-Amazing assortment of environmental sceneries from Amazon rainforest to white sand beaches;

-It has an economy which surpasses every other South American country.

-Brazil is one of the countries with the biggest natural resources;

-Brazil has the largest supply of liquid freshwater;

-Tropical climate.

-Fun and entertainment culture: Rio de Janeiro, Carnival and more!

-Property boom on the North-eastern Coast.

-Safe property rights.

-Low property taxes.

-Visas for multiple-customs entries;

-The country is actually in a position to feed its population without dependency on imports, since it counts on a well-organized agricultural production with huge areas of unused fallow land;

-Brazil doesn´t get hit by natural disasters;

-The Brazilian banking system  still pays substantial interest for money deposits.

 

The country boasts of a huge variety of landscapes, from the dense jungle of the Amazon Rainforest to the beautiful white beaches of the 7,250 kilometres coastline, to the mountains, valleys and waterfalls of the interior.

Such diversity, along with the wonderful climate, the rich cultural life and the hospitality and passion of Brazilian people, has made Brazil one of the best tourist destinations in the world, having something to offer to everyone.

The best opportunities for investment are in the north-eastern coast. The rainforest sweeps down to some of the most beautiful beaches of the world, the north of Brazil can combine a wild, tropical feeling with a luxury standard of living. Despite this, prices in Brazil are still below the market average prices and high-level houses, created for the international market, are available from US$ 100.000,- up.

Ein paar Gedanken zur Weltlage

Den Nachrichten war vor Kurzem zu entnehmen, daß die Rüstungsausgaben der Länder dieser Welt auf ihrem höchsten Stand seit dem kalten Krieg angelangt seien. Dies betrifft vor allem die USA, die EU, Rußland und China, und ruft die alte Weisheit in Erinnerung, daß wo sich Waffen angehäuft haben, es noch immer auch zum Krieg gekommen ist. Wachsende Spannungen zwischen auf der einen Seite den USA/ EU und auf der anderen Seite Rußland/ China, bereits laufende und immer weiter verschärfte Wirtschaftssanktionen, sowie ein drohender Handelskrieg lassen nichts Gutes erahnen, insbesondere wenn man sich vor Augen hält, daß auch den beiden Weltkriegen Wirtschaftssanktionen, Handelsboykotte und Handelskriege vorgeschaltet waren. Handelskriege haben in der Geschichte häufig der Vorbereitung heißer Kriege gedient. Wo sich ein solcher Krieg abspielen würde liegt auf der Hand, in Südamerika jedenfalls eher nicht.

Hinzu kommt, daß der Ausbruch des gerade einmal 73 Jahre zurückliegenden zweiten Weltkriegs ganz wesentlich von der vorangehenden Wirtschafts- und Finanzkrise erleichtert wurde, die wie auch diesmal von den USA ausgingen und schon bald die ganze Welt erfaßte. Die Parallelen sind unübersehbar. Es häufen sich ernstzunehmende Stimmen namhafter Finanz- und Wirtschaftsexperten, welche gar einen weiteren Finanzcrash vorhersagen, der die Auswirkungen der Finanzkrise von 2008 noch bei Weitem übersteigen soll. Für diesen Fall sind für die meisten Vermögen riesige Verluste zu erwarten, Geldentwertung, Währungsreformen, massive Steuererhöhungen und andere staatliche Schrecknisse erscheinen dann wahrscheinlich.

Eine Völkerwanderung gigantischen Ausmaßes tut das übrige, um Instabilität in die Beziehungen der Staaten zu bringen, wie man derzeit in der EU sehr gut beobachten kann.

Nach dem zweiten Weltkrieg gab es insbesondere in den USA und Westeuropa eine verhältnismäßig kurze Wohlstandsphase, als direkte Folge der Tatsache, daß die Menschheit zahlenmäßig reduziert war, und es an Arbeitskräften und auch sonst an allem mangelte. Dies machte insbesondere in Europa nie dagewesene Aufbauleistungen erforderlich. Die Unternehmen mußten keine Milliarden für Werbung ausgeben, um Bedarf für ihre Produkte zu wecken. Es wurde produziert, was gebraucht wurde, und gebraucht wurde alles. Der Bedarf war da, die Wirtschaft lief. Diese Voraussetzungen sind heute auch im Westen fraglos nicht mehr gegeben. Der Wohlstand schrumpft gemeinsam mit der Mittelklasse.

Wer sich angesichts dieser Ausblicke fragt, wohin er zumindest einen Teil seines Vermögens in Sicherheit bringen kann, für den ist Brasilien und insbesondere brasilianische Immobilien eine ernstzunehmende Option.

Geben wir uns keinen Illusionen hin: Immobilien sind über die Grundbücher staatlich erfaßt und können und werden daher im Ernstfall mit staatlichen Abgaben, etwa Zwangshypotheken, belegt werden. So geschehen zum Beispiel in Deutschland nach dem zweiten Weltkrieg. Aber im Gegensatz zu Geldguthaben oder Aktien entwerten sie sich nicht völlig. Wer damals Immobilien sein Eigentum nennen konnte, stand noch immer relativ gut da. Insbesondere galt dies für landwirtschaftlich nutzbare Immobilien. Ein Totalverlust durch eine staatliche Landnahme in Form der Enteignung ist nicht zu erwarten, da insbesondere der brasilianische Staat auch im schlimmsten Ernstfall kein Interesse daran haben wird, Land zu enteignen, da es in Brasilien an Land wahrlich nicht mangelt und eine solche Maßnahme staatliche Finanzprobleme in keinem Fall lösen würde.

Sie müssen ja nicht gleich auswandern, aber wer vorhat, im Anblick der Weltlage sein Vermögen ein wenig zu streuen, kann in Brasilien durchaus das eine oder andere Schnäppchen machen. Der Wechselkurs des brasilianischen Real zu Euro und Dollar ist günstig, und die Immobilienpreise sind in den letzten Jahren von einem übertrieben hohen Niveau wieder in den Bereich des Erschwinglichen gefallen und fallen weiter.

Masseneinwanderung aus Venezuela und ihre Konsequenzen

Brasilien steht  vor der Herausforderung einer seit Monaten anhaltenden Masseneinwanderung über die noch offenen Grenzen des im Norden gelegenen Bundesstaates Roraima. Obwohl die Zahlen sich längst nicht mit der aktuellen Einwanderung in einige Länder Westeuropas vergleichen lassen, fühlen sich die Brasilianer im Norden des Landes durch die derzeit stattfindende Masseneinwanderung von mittellosen Venezolanern überrannt.

Die Auswirkungen auf das fünftgrößte Land der Erde mit seiner relativ dünnen Besiedlung und großen brachliegenden Landflächen, sowie den größten flüssigen Süßwasserreserven der Welt, ist dabei nicht annähernd so gesellschaftsverändernd wie andernorts, zumal es nicht über dieselben vergleichsweise üppigen Sozialsysteme verfügt wie die derzeitigen Haupteinwanderungsländer in Europa.  Zudem handelt es sich bei den Migranten um Personen derselben Religion und desselben europäisch-indigenen Kulturkreises wie auch im brasilianischen Norden, was eine Eingliederung wesentlich vereinfacht.

Dennoch wird sich die gesellschaftliche Diskussion auf die derzeit noch liberalen brasilianischen Einwanderungsgesetze im Sinne einer zu erwartenden weiteren Verschärfung auswirken. Eine Tendenz, die sich in den vergangenen Jahren ohnehin beobachten ließ: Während zum Beispiel im Jahre 2000 die Investitionssumme für das brasilianische Investorenvisum noch bei brasilianische Reais (R$) 150.000,- lag, so wird hierfür nunmehr eine Investition in Höhe von R$ 500.000,- verlangt, was allerdings teilweise auch der Inflation der brasilianischen Währung geschuldet ist.  Wer sich mit dem Gedanken trägt, nach Brasilien auszuwandern, sollte diese Pläne nicht auf eine allzu lange Bank schieben.

Romantische Wegbeschreibung

Wie andere Kanzleien auch, nehmen wir junge Juristen aus Deutschland zur mehrmonatigen Ausbildung auf. Wir tun dies gern, denn auf diese Weise bricht der Kontakt unserer Kanzlei mit den Juristen des sich gesellschaftlich und gesetzlich stetig wandelnden Deutschland nicht ab. Das „junge Blut“ hilft uns dabei, den Anschluß zur Heimat nicht zu verlieren. Diese sogenannten Rechtsreferendare sind junge Menschen voller oft brauchbarer Ideen und die eine oder andere davon ist auch schon in unsere Arbeit eingeflossen. So ist zum Beispiel unsere Hauptseite im Wesentlichen von einem ideenreichen Rechtsreferendar aus Deutschland während seines viermonatigen Aufenthalts in unserer Kanzlei konzipiert worden. Es gab auch noch andere Ideen, zum Beispiel für eine bilderreiche Wegbeschreibung für die Anfahrt zu unserem Büro, die dabei einen Teil der Schönheit der Altstadt zeigt, in der unsere Kanzlei untergebracht ist. Dies wurde dann aber zugunsten eines eher nüchtern standardisierten Designs unter Verwendung von Google Maps verworfen. Hier im Blog möchte ich diese Idee aber präsentieren. Schlendern sie doch einmal anhand der Bilder von der sogenannten „Oberstadt“ zu unserer Kanzlei in der „Unterstadt“ und bekommen Sie dabei ein Gefühl für die Schönheiten von Salvador da Bahia (und das gleich zweisprachig):

Nur einen Steinwurf vom historischen Zentrum Salvadors, dem berühmten Pelourinho, entfernt, befindet sich die Kanzlei Bernardo im Herzen des geschäftigen Comércio, dem alten Handelszentrum von Salvador.

Just a short hop from the historical center of Salvador, the well known Pelourinho, Bernardo law firm is located right in the heart of the old commercial center of Salvador, the Comércio.

 

Am Praça Municipal befindet sich der Eingang zum Aufzug Lacerda, der die Oberstadt (Pelourinho) mit der Unterstadt (Comércio) verbindet.

At the Praça Municipal you find the Elevator Lacerda which connects the Upper City (Pelourinho) with the Lower City (Comércio).

 

 

Von hier aus können Sie unser Büro bereits sehen.

From up here you can already see our office.

 

 

Fahren Sie mit dem Aufzug hinunter und gehen Sie rechts am Mercado Módelo vorbei, in dem in über 60 Ständen Kunsthandwerk und afro-brasilianische Souvenirs aller Art verkauft werden.

Take the elevator and pass on the right hand sight the Mercado Módelo, a handicrafts market with more than 60 stalls for all kind of afro-Brazilian souvenirs.

 

 

In der Rua da Bélgica 10, direkt vor dem Terminal Maritimo, an dem die Fährboote auf die Insel Itaparica ablegen, finden Sie unsere Kanzlei im zehnten Stock dieses Gebäudes.

In Rua da Bélgica 10, right in front of the Terminal Maritimo, from where the ferry leaves to the Isle of Itapatica, you will find our law firm in this building on the 10th floor.

 

 

Von hier aus können Sie den beeindruckendem Blick auf über die Altstadt, die Marina mit ihren Jachten, das Forte São Marcelo und über die weite Bucht Baía de Todos os Santos genießen.

 From up here you can enjoy an amazing view ovelookingr the old town, the Marina with its beautiful yachts, the Forte São Marcelo and the wide bay Baía de Todos os Santos.

„LULA“

Aus  Anlaß der erfolgten Abweisung eines weiteren Rechtsmittels das die Rechtsanwälte des ehemaligen brasilianischen Staatspräsidenten Luis Inácio Lula da Silva (von seinen vielen Anhängern liebevoll „Lula“ genannt) gegen die Vollstreckung seiner  Verurteilung  eingelegt hatten, möchte ich die Einschätzung abgeben, daß dies Grund zur Hoffnung gibt. Die Bedeutung der Entscheidung liegt vor allem darin, daß dies eine erneute Kandidatur und entsprechenden Wahlsieg des bei großen Schichten des brasilianischen Volkes überaus beliebten Politikers mit hoher Wahrscheinlichkeit ausschließt, wenn auch die endgültige Entscheidung darüber erst bei formeller Einreichung seiner Kandidatur getroffen werden wird. Die Verhinderung einer erneuten Kandidatur des Ex-Präsidenten ist meines Erachtens von größter Wichtigkeit für die Erholung des Landes, das nunmehr (wie viele andere auch) in einer tiefen wirtschaftlichen und politischen Krise steckt, obwohl es unter Lulas Vorgänger Fernando Henrique Cardoso vergleichsweise gut aufgestellt war. Als Beispiele der Gründe für meine positive Beurteilung der Regierungszeit „FHC“s sollen die Zügelung der galoppierenden Inflation durch den „Plano Real“, das Aufblühen des Tourismus, die Einführung zahlreicher Sozialleistungen, die Verleihung des Investment Grades unter Lula als Folge der zuvor vollbrachten Reformleistungen, sowie diverse Privatisierungen dienen, alles Errungenschaften der Politik von Lulas Vorgänger FHC.

Was hat Lula zu verantworten? Abgesehen von der  ausbeuterischen Selbstbedienungsmentalität der politischen Klasse, die, wie ich betonen möchte, auch in vielen anderen Ländern zu beklagen ist, hat Lula das Land auf Kosten des dauerhaft abstiegsgefährdeten brasilianischen Mittelstandes zu einer kurzlebigen Scheinblüte geführt, indem er zwar einerseits die staatlichen Transferleistungen an die armen Bevölkerungsschichten erhöht, insbesondere aber die ohnehin schon überbordende Staatsquote weiter aufgebläht hat. Brasilien ist mit einem übermäßig großen, teuren und ineffektiven öffentlichen Sektor geschlagen, der weiter wächst und schon lange unbezahlbar geworden ist, wie man an bankrotten Staaten wie Rio de Janeiro leicht erkennen kann. Lula hat mit seiner Partei „PT“ virtuos den für sozialistisch ausgerichtete Regierungen üblichen Stimmenkauf mit Staatsgeldern betrieben und dabei die Staatskasse auf allen politischen Ebenen geplündert, wie mittlerweile ja auch gerichtlich  hinlänglich erwiesen ist.

Das grundsätzliche Problem, daß der Staat im Vergleich zu der ihn tragenden Privatwirtschaft viel zu groß ist und immer weiter wächst, ist in Brasilien leider ausgeprägter als in vielen anderen Ländern.

Es soll hier aber aufgrund des spezifischen Fokus dieses Blogs nicht unerwähnt bleiben, daß die Krise für Ausländer in vielerlei Hinsicht eine Gelegenheit bedeutet, da die zu Lulas Zeiten völlig überbewerteten brasilianischen Immobilien und die brasilianische Währung „Real“ nun erneut realistisch bemessen werden. Seit der „Bankenkrise“ (eher Mißwirtschaftskrise) von 2008, mit der die Welt wie schon so oft aus den USA beglückt wurde, ist es in Europa und USA, abgesehen vom risikobehafteten Aktienmarkt, schwer geworden lohnende Anlagen zu finden.

Brasilianische Immobilien sind sicher und werthaltig, mir ist es in den über 20 Jahren meiner Tätigkeit in Brasilien noch nicht untergekommen, daß ein Ausländer, der brasilianische Immobilien erworben hat, damit Verlust gemacht hätte. Ganz im Gegenteil, vielen Ausländern war es in der Vergangenheit möglich gewesen, die Immobilien zu einem günstigen Wechselkurs, also starke Eigenwährung im Vergleich zum Real, und dabei niedrigem Grundstückspreis zu kaufen und anschließend zu einem wiederum günstigen Wechselkurs, diesmal entgegengesetzt, nämlich starker Real im Vergleich zur Eigenwährung, und hohem Preis, wieder zu verkaufen, wodurch gleich ein doppelter Gewinn erzielt wurde. Die hier von mir getroffene Aussage, daß man mit brasilianischen Immobilien sicher fährt, gilt natürlich nur, insofern der Erwerb nach den Regeln der Kunst, also juristisch korrekt, durchgeführt wurde. Leider werden von euphorischen ausländischen Käufern häufig die Vorsichtsmaßnahmen, die sie im eigenen Land wie selbstverständlich beachten würden, außer acht gelassen. Oft werden solche Geschäfte von unbedarften Ausländern im Eifer des Gefechts „per Handschlag“, also ohne Rechtsanwalt und Notar auf Risiko vorgenommen. Machen Sie sich keine Illusionen: Geld, das sie bei einem Immobilienkauf einmal bezahlt haben, werden Sie, wenn sich anschließend herausstellt, daß die Immobilie mit ihren Wert stark beeinträchtigenden rechtlichen oder tatsächlichen Mängeln behaftet ist, nicht zurückerhalten. Darauf abzielende langwierigere und kostspielige Gerichtsverfahren werden in aller Regel ins Leere gehen, da der brasilianische Verkäufer das Geld üblicherweise bereits ausgegeben haben wird, um seine Schulden zu tilgen und es in der Familie zu verteilen. Vergessen Sie bitte nicht, daß die meisten Menschen ihre Immobilien verkaufen, weil sie sich in einer wirtschaftlichen Situation befinden in der sie Geld brauchen. Das gilt ganz besonders für die „Gelegenheiten“.

Warum Südamerika? – Eine Erfolgsgeschichte:

Tendenziell stehen die europäischen Medien der Auswanderung von Europäern kritisch gegenüber. Häufig herrscht in den einschlägigen Reportagen der Geist vor, daß es für Europäer außerhalb Europas und vielleicht noch Nordamerikas nichts zu gewinnen gäbe. Oft werden in den meist als Serien produzierten Reportagen des „Auswanderungsgenres“ völlig unvorbereitete und finanziell zu schwach ausgestattete Auswanderer begleitet, die dann auch entsprechend oft scheitern. Jedoch, anders als die Mainstreammedien Sie glauben machen wollen, findet europäische Auswanderung nach Lateinamerika seit dem frühen 19. Jahrhundert äußerst erfolgreich statt. Die „Neue Welt“ enttäuschte die meisten Zugewanderten nicht. Europäische Auswanderung nach Südamerika fand zunächst vornehmlich nach Brasilien, Argentinien und Chile statt, wobei diese Einwanderungen zumeist recht positiv verliefen: Deutschstämmige Einwanderer stellen so zum Beispiel einen überdurchschnittlich hohen Anteil der Akademiker, Unternehmer und Mittelklasse in Brasilien mit überdurchschnittlich hohem Einkommen und Bildungsgrad, sowie weit unterdurchschnittlicher Arbeitslosenquote. Deutschstämmige Gemeinden im Süden Brasiliens, wie etwa Blumenau oder Pomerode, haben sich unter Bewahrung ihrer Traditionen hervorragend in die brasilianische Gesellschaft integriert und traditionelle deutsche Volksfeste, wie etwa das seit 1984 auch in Blumenau im südlichen Bundesstaat Santa Catarina gefeierte Oktoberfest, erfreuen sich unter den Brasilianern zunehmender Beliebtheit und entsprechend großem Andrang. Deutsches Bier genießt einen hervorragenden Ruf, ebenso wie deutsche Waren und Dienstleistungen ganz allgemein.

Mit den Ex-Staatspräsidenten Ernesto Geisel und Fernando Collor de Mello, gelangten Deutschbrasilianer gar in das höchste Staatsamt, und der Deutschbrasilianer Oscar Niemeyer hat bei der Erbauung der Hauptstadt Brasília seine architektonische Handschrift hinterlassen. Die deutschen Einwanderer entfalten auch sonst ihren Einfluß in der brasilianischen Gesellschaft: immerhin ist auch das brasilianische Supermodel Gisele Bündchen Deutschbrasilianerin, ebenso wie die Schauspielerinnen Vera Fischer und Caroline Dieckmann, der Tennisspieler Gustavo Kuerten, Model und Fernsehmoderatorin Ana Hickmann und die jahrzehntelange Fernsehmoderatorin Xuxa Meneghel, um nur einige zu nennen.

Das von deutschen Einwanderern in Bahia, Brasilien gegründete Bauunternehmen „Norberto Odebrecht“ ist das größte in Südamerika und zählt zu den größten weltweit. Die Firma ist zwar schlecht beleumundet, seit erwiesen ist, daß sie in großem Stil Bestechungszahlungen an brasilianische Politiker aller Fraktionen geleistet hat. Jedoch, als Familienunternehmen das Verantwortung gegenüber seiner Belegschaft trägt und für seine wirtschaftliche Existenz auf den Erhalt staatlicher Aufträge angewiesen ist, zähle ich solche Firmen eher zu den Opfern eines flächendeckenden staatlich  installierten Korruptionssystems. Ich zitiere sie daher dennoch, schließlich bleibt sie ein Beispiel für den kometenhaften unternehmerischen Aufstieg deutscher Einwanderer innerhalb weniger Generationen.

Der Bundesstaat São Paulo mit der gleichnamigen Metropole ist nach dem Ruhrgebiet der größte deutsche Industriestandort und verfügt über die weltweit größte deutsche Außenhandelskammer. Fast alle deutschen Industrieunternehmen von Weltrang besitzen in Brasilien eine Niederlassung.

In heutiger Zeit haben etwa 10 Prozent der Brasilianer deutsche Vorfahren, die vor allem in den südlichen Bundesstaaten Rio Grande do Sul, Santa Catarina und Paraná, aber auch in São Paulo, Rio de Janeiro und Espírito Santo leben. Deutsche Kultur und Traditionen werden in Brasilien vorbehaltlos anerkannt, auch bezüglich der jüngeren deutschen Geschichte sind die Südamerikaner generell verzeihender eingestellt als die Europäer.

Brasilien verfügt über die weltweit größten Süßwasserreserven und über enorme bisher noch ungenutzte Flächen fruchtbaren Landes. Im Gegensatz zu den meisten europäischen Nationen verfügt Brasilien ganz allgemein über gewaltige Naturresourcen und eine deutlich jüngere Bevölkerung, sowohl klimatisch als auch landschaftlich ist von Nord nach Süd für jeden etwas dabei. Der EURO steht günstig zum brasilianischen Real und die Grundstückspreise fallen. Grundstücke zu erwerben ist mit der entsprechenden Beratung sicher und selbst in Abwesenheit relativ einfach. Die Zinsen sind hoch, wo anderswo Nullzinspolitik betrieben wird. Wenn man über Gesellschaftsanteile an einer brasilianischen Firma verfügt, ist es derzeit noch recht einfach, Geldvermögen als Kapitaleinlage oder Kapitalerhöhung aus dem jeweiligen europäischen Land nach Brasilien zu transferieren. Solche Gesellschaftsanteile zu erwerben ist derzeit auch noch leicht zu machen. Das wird nicht immer so sein. Die Tendenz geht weltweit leider dazu, daß man über sein Geld immer weniger frei verfügen kann.

Zwar ist seit dem 17. Jahrhundert vornehmlich Nordamerika ein klassisches Einwanderungsziel für Europäer gewesen, mit ebensolchen Erfolgsgeschichten. In jüngster Zeit leidet die nordamerikanische Gesellschaft jedoch unter denselben strukturellen und sozialen Problemen wie Europa, was für Auswanderer aus dem alten Kontinent nunmehr keine wesentliche Veränderung der Lebensumstände mehr erwarten läßt. In den USA werden europäische Auswanderer heutzutage daher im Wesentlichen das vorfinden, was Sie in Europa hinter sich lassen wollen.

Anders als in den meisten asiatischen oder sozialistischen Ländern ist Ausländern der Erwerb von Eigentum an Immobilien und Unternehmen in Brasilien möglich. Auch Aufenthalts- und Arbeitserlaubnisse werden unter den richtigen Umständen erteilt. Die Durchdringung der überwiegend europäisch geprägten Gesellschaften Lateinamerikas gestaltet sich für den europäischen Einwanderer einfacher als bei den streng traditionell ausgerichteten Gesellschaften Asiens, wo viele Ausländer Zeit ihres Lebens als Fremdkörper einer Parallelgesellschaft angehören. Insbesondere Brasilien hat als katholisch geprägtes Land eine starke europäische Tradition, die das Einleben sehr erleichtert, wenn man es zum Beispiel mit klassischen Rentnerzielen wie Thailand, Türkei etc. vergleicht.

Wie aufgezeigt, war die europäische Einwanderung nach Lateinamerika in der Vergangenheit ein Erfolgsunternehmen. In einer mit mehr als 7 Milliarden Menschen im Prinzip überbevölkerten Welt und dem weiterhin exponentiellen Anstieg der Menschheit, haben sich allerdings auch in den klassischen Einwanderungsländern Südamerikas die bürokratischen Hürden stetig erhöht. Während zum Beispiel im Jahre 2000 die Investitionssumme für das brasilianische Investorenvisum noch bei brasilianische Reais (R$) 150.000,- lag, so wird hierfür nunmehr eine Investition in Höhe von R$ 500.000,- verlangt, was allerdings zu einem Teil auch der Inflation der brasilianischen Währung geschuldet ist. Der Zeitfaktor spielt somit eine wichtige Rolle bei der Abwägung, ob und wo man einwandert, denn in jüngster Zeit kehren sich die Zuwanderungsströme teilweise um: Einwohner afrikanischer Staaten wandern vermehrt in Europa ein, Europäer wiederum, die in den letzten fünfzig Jahren eher eine Zuwanderung aus den früher zumeist armen südamerikanischen Staaten erlebt hatten, machen sich ihrerseits wieder verstärkt dazu auf, den Atlantik zu überqueren. Außerdem handelt es sich bei diesen Wanderungsbewegungen zunehmend um ein Massenphänomen. Daher werden die entsprechenden Zuwanderungsländer früher oder später alle mit gesetzlichen Zuzugsbegrenzungen reagieren. Das ehemalige Einwanderungsland Australien ist ein Paradebeispiel dafür, wie restriktiv solche Maßnahmen dann sein können. Man sollte sich also rechtzeitig zu diesem Schritt entschließen und sich dann durch umfassende und gründliche Information gut vorbereiten. Für Brasilien stehen wir Ihnen dabei gerne zur Seite.

Übernahme von Gerichtsverfahren in ganz Brasilien!

In Brasilien werden Gerichtsverfahren zunehmend digitalisiert. Das bedeutet, daß nun die Einreichung etwa einer Klage und die Eingabe von Schriftsätzen, Beweismitteln wie Fotos, Dokumente etc., sowie die anschließende Begleitung des Verfahrens sämtlich über das Internet über spezielle Anwaltsportale erfolgt. Die entsprechende Umstellung von herkömmlichen „physischen“ Verfahren auf digitale Verfahren geht dabei schnell vor sich. Dies hat zur Konsequenz, daß für brasilianische Anwälte, deren Zulassung grundsätzlich die Tätigkeit im gesamten brasilianischen Staatsgebiet erlaubt, die Übernahme von Verfahren überall im riesigen Land sehr viel einfacher geworden ist, da eine Präsenz nur noch bei den wenigen Verhandlungsterminen erforderlich ist. Entsprechend können auch unsere Anwälte nun Gerichtsverfahren in ganz Brasilien übernehmen.

Über diesen Blog

Willkommen im Blog der Kanzlei Bernardo. Was werden wir an dieser Stelle bieten?

Wie es auf den Seiten mittelständischer Unternehmen wie dem unseren üblich ist, werden auch wir uns selbst, also unsere Mitarbeiter, Kompetenzen und Dienstleistungen darstellen, zusätzlich wollen wir dem geneigten Publikum aber auch unser wunderbares Gastland, den grünen Riesen Brasilien erklären und näherbringen.
Wir wollen hier also nicht nur für unsere Kanzlei, sondern auch für ein Land werben, das leider in den Medien oft falsch verstanden und daher unrichtig dargestellt wird.
So werden wir hier Neuigkeiten aus der brasilianischen Gesellschaft, Politik und Gesetz darstellen und kommentieren. Auch wollen wir Beiträge einstellen, die zu den neuesten Entwicklungen der brasilianischen Wirtschaft und Rechtslage Stellung nehmen. Als Kenner vor Ort wollen wir uns als alternative Quelle für Informationen aus Brasilien etablieren, werden das aber  wohlgemerkt aus unserem subjektiven Horizont und unserer eigenen Interessenlage folgend tun. Wir werden uns  also weder umfassend noch regelmäßig äußern, melden uns aber immer dann, wenn wir der Ansicht sind, dazu sollten wir etwas sagen.
Wie bereits dargestellt, wollen wir mit den Beiträgen in diesem Blog auch ein besseres Verständnis für Brasilien fördern. Dies deshalb, weil wir zunehmend den Eindruck haben, daß Brasilien in den Medien derzeit etwas unfair behandelt, insbesondere übertrieben negativ dargestellt wird. Dem dadurch entstehenden falschen Eindruck möchten wir hier entgegenwirken.
Außerdem werden wir bestimmte rechtliche Themengebiete auf denen wir tätig sind, wie Firmengründung, Aufenthaltserlaubnis, Nachlaßverfahren oder Immobilienerwerb eingehender behandeln. Während unserer langjährigen Arbeit in Brasilien mit speziellem Fokus auf die rechtlichen Bedürfnisse von Ausländern, haben wir uns natürlich hauptsächlich mit solchen Rechtsgebieten befaßt, die im Interesse der Mandantschaft lagen, so wie die oben erwähnten, wo wir entsprechend vertiefte Kenntnisse erworben haben.

Zu uns:

Unsere Kanzlei entstand bereits 1997 in Salvador da Bahia, der Hauptstadt des Bundesstaates Bahia im Nordosten Brasiliens. Für Brasilien sind wir erfahrene Spezialisten und zudem werden Sie bei uns von deutschsprachigen Anwälten betreut, die aufgrund ihrer Kanzleistruktur vor Ort das Besprochene anschließend auch zuverlässig umsetzen können. Da wir selbst seit Jahren in Brasilien leben, kennen wir die den Mandanten dort bevorstehenden Herausforderungen und wissen sie zu meistern.
Als einzige auf ausländische Mandanten ausgelegte Full-Service-Kanzlei mit internationaler Besetzung und einem in Deutschland zugelassenen Rechtsanwalt im Bundesstaat Bahia bieten wir für unsere Mandanten Beratungsleistungen in allen Angelegenheiten des deutsch-brasilianischen Rechts und der lokalen Verwaltungspraxis. Insbesondere begleiten wir Unternehmen aus dem deutschsprachigen Raum bei der Planung und Durchführung von Handels- und Investitionsprojekten.

Zu Brasilien:

In letzter Zeit gerät Brasilien immer wieder wegen Themen wie Kriminalität, Korruption und Gewalt in die Schlagzeilen. Das ist jedoch viel zu einseitig und überzeichnet: In Salvador zum Beispiel, ist es in der Regel nicht gefährlicher als in der Frankfurter Innenstadt. Der Großteil der Kriminalität spielt sich in Brasilien nämlich unter Kriminellen, vorwiegend in der Drogenszene ab und ist zudem auf bestimmte, leicht zu vermeidende Ort wie eben die berühmt-berüchtigten Favelas konzentriert. Sozialromantiker aus aller Welt suchen Favelas in Kenntnis des entsprechenden Risikos trotzdem auf und den meisten geschieht nichts.
Wollen wir realistisch sein: Was die Sicherheit anbelangt, können Sie auch in Paris, New York oder Berlin nicht einfach so zu jeder Stunde in jedes Viertel gehen. Insofern kommt uns die Berichterstattung über Brasilien auch ein wenig unfair vor. Aufgrund der demographischen Entwicklung vertreten die Regierungen in Europa ja seit längerem fast unisono die Ansicht, daß ihre Völker schwinden und überaltern. Kann es da sein, daß mit unfairen Tricks gespielt wird, um die Leute im Land zu halten?

Unsere Sichtweise: Brasilien ist ein wunderbares Land von großer Schönheit.
Trotz der Korruption, die sich aber leider auch in vielen anderen Ländern zunehmend findet, ist Brasilien eine seit über 30 Jahren stabile Demokratie. Zudem muß man den Brasilianern fairerweise zugute halten, daß sie seit geraumer Zeit dabei sind, mit ihrer Korruption aufzuräumen und daher in dieser Hinsicht anderen Ländern sogar als Vorbild gelten können. Erst vor Kurzem wurde die Verurteilung des Expräsidenten Lula wegen Korruption und Geldwäsche bestätigt und von 9 Jahren und 6 Monaten auf 12 Jahre und 1 Monat erhöht!
Brasilien ist zudem in vielerlei Hinsicht ein ruhiges Land: Keine Tsunami, keine Erdbeben, keine Aufstände, keine Rebellen und Terroristen und daher auch keine terroristischen Anschläge, wie sie in Europa oder den USA mittlerweile zur traurigen Realität gehören.
Brasilien verfügt noch immer über riesige brachliegende fruchtbare Landflächen und über die größten Süßwasservorräte der Welt, was in nicht allzu ferner Zukunft, auf einem Planeten auf dem derzeit 7,6 Milliarden Menschen leben, mit schnell steigender Tendenz, von größerer Bedeutung sein wird als Öl.
In Brasilien kann man zudem auch legal einwandern ohne politisch verfolgt zu sein. Versuchen Sie das derzeit mal in Neuseeland oder Australien. Selbst die USA als klassisches Einwanderungsland für Europäer ist in dieser Hinsicht schwierig geworden. Brasilien hat außerdem eine europäisch geprägte Gesellschaft mit moderner Gesetzgebung mit dem nötigen Respekt für Homosexuelle, Frauen, unterschiedliche Rassen und Religionen.
In Brasilien zu leben ist auch durchaus komfortabel, denn die Dinge, auf die es im täglichen Leben ankommt, funktionieren: Öffentliche Verkehrsmittel, Strom- und Wasserversorgung, Paket- und Postzustellung, schnelles Internet, kulinarisch abwechslungsreiche Küche mit vielfältigem Angebot und funktionierender Sanitärkontrolle. In brasilianischen Bars und Restaurants zubereitete Speisen können unbedenklich verzehrt werden und auch in den brasilianischen Tropen muß man auf Eis in seinem Drink nicht verzichten…