Ein paar Gedanken zur Weltlage

Den Nachrichten war vor Kurzem zu entnehmen, daß die Rüstungsausgaben der Länder dieser Welt auf ihrem höchsten Stand seit dem kalten Krieg angelangt seien. Dies betrifft vor allem die USA, die EU, Rußland und China, und ruft die alte Weisheit in Erinnerung, daß wo sich Waffen angehäuft haben, es noch immer auch zum Krieg gekommen ist. Wachsende Spannungen zwischen auf der einen Seite den USA/ EU und auf der anderen Seite Rußland/ China, bereits laufende und immer weiter verschärfte Wirtschaftssanktionen, sowie ein drohender Handelskrieg lassen nichts Gutes erahnen, insbesondere wenn man sich vor Augen hält, daß auch den beiden Weltkriegen Wirtschaftssanktionen, Handelsboykotte und Handelskriege vorgeschaltet waren. Handelskriege haben in der Geschichte häufig der Vorbereitung heißer Kriege gedient. Wo sich ein solcher Krieg abspielen würde liegt auf der Hand, in Südamerika jedenfalls eher nicht.

Hinzu kommt, daß der Ausbruch des gerade einmal 73 Jahre zurückliegenden zweiten Weltkriegs ganz wesentlich von der vorangehenden Wirtschafts- und Finanzkrise erleichtert wurde, die wie auch diesmal von den USA ausgingen und schon bald die ganze Welt erfaßte. Die Parallelen sind unübersehbar. Es häufen sich ernstzunehmende Stimmen namhafter Finanz- und Wirtschaftsexperten, welche gar einen weiteren Finanzcrash vorhersagen, der die Auswirkungen der Finanzkrise von 2008 noch bei Weitem übersteigen soll. Für diesen Fall sind für die meisten Vermögen riesige Verluste zu erwarten, Geldentwertung, Währungsreformen, massive Steuererhöhungen und andere staatliche Schrecknisse erscheinen dann wahrscheinlich.

Eine Völkerwanderung gigantischen Ausmaßes tut das übrige, um Instabilität in die Beziehungen der Staaten zu bringen, wie man derzeit in der EU sehr gut beobachten kann.

Nach dem zweiten Weltkrieg gab es insbesondere in den USA und Westeuropa eine verhältnismäßig kurze Wohlstandsphase, als direkte Folge der Tatsache, daß die Menschheit zahlenmäßig reduziert war, und es an Arbeitskräften und auch sonst an allem mangelte. Dies machte insbesondere in Europa nie dagewesene Aufbauleistungen erforderlich. Die Unternehmen mußten keine Milliarden für Werbung ausgeben, um Bedarf für ihre Produkte zu wecken. Es wurde produziert, was gebraucht wurde, und gebraucht wurde alles. Der Bedarf war da, die Wirtschaft lief. Diese Voraussetzungen sind heute auch im Westen fraglos nicht mehr gegeben. Der Wohlstand schrumpft gemeinsam mit der Mittelklasse.

Wer sich angesichts dieser Ausblicke fragt, wohin er zumindest einen Teil seines Vermögens in Sicherheit bringen kann, für den ist Brasilien und insbesondere brasilianische Immobilien eine ernstzunehmende Option.

Geben wir uns keinen Illusionen hin: Immobilien sind über die Grundbücher staatlich erfaßt und können und werden daher im Ernstfall mit staatlichen Abgaben, etwa Zwangshypotheken, belegt werden. So geschehen zum Beispiel in Deutschland nach dem zweiten Weltkrieg. Aber im Gegensatz zu Geldguthaben oder Aktien entwerten sie sich nicht völlig. Wer damals Immobilien sein Eigentum nennen konnte, stand noch immer relativ gut da. Insbesondere galt dies für landwirtschaftlich nutzbare Immobilien. Ein Totalverlust durch eine staatliche Landnahme in Form der Enteignung ist nicht zu erwarten, da insbesondere der brasilianische Staat auch im schlimmsten Ernstfall kein Interesse daran haben wird, Land zu enteignen, da es in Brasilien an Land wahrlich nicht mangelt und eine solche Maßnahme staatliche Finanzprobleme in keinem Fall lösen würde.

Sie müssen ja nicht gleich auswandern, aber wer vorhat, im Anblick der Weltlage sein Vermögen ein wenig zu streuen, kann in Brasilien durchaus das eine oder andere Schnäppchen machen. Der Wechselkurs des brasilianischen Real zu Euro und Dollar ist günstig, und die Immobilienpreise sind in den letzten Jahren von einem übertrieben hohen Niveau wieder in den Bereich des Erschwinglichen gefallen und fallen weiter.